Sorge um Zukunft

Havighorster-Oststeinbeker-Geschichtskreis (HOG)

SORGE UM SÜDSTORMARNS ZUKUNFT

Während der Ortsteil Havighorst dank einiger gut funktionierender bäuerlicher Betriebe und Pferdepensionen seine landschaftliche Umgebung erhalten und seinen modern-dörflichen Charakter behalten konnte, entwickelte sich der Ortsteil Oststeinbek leider zu einer „Zwischenstadt“. Die zur Verkehrsader ausgebaute Durchgangsstraße „Möllner Landstraße“, aber auch die mit Havighorst verbindende Stormarnstraße weisen verdichteten großstädtischen Verkehr auf. Der Verkehrslärm dieses Straßensystems und der von den Autobahnen A1 und A 24 vom Westen und Norden her die Gemeinde überziehende Lärmpegel belasten die Bevölkerung und die Wohnqualität immer mehr Die Parksituation in der Ortsmitte beginnt problematisch zu werden. Zwei große Neubaugebiete  - „Tiefe Wiesen“ im Osten  der Gemeinde (heutiges Wohngebiet „Grünes Tal) und „Westend“ im Westen der Gemeinde (heute Wohngebiet „Willhörn) verbrauchten einen großen Teil bis dahin freier Natur. Die auf Grund dieser Neubaugebiete erreichte Zahl von 8 000 Einwohnern soll die Eigenständigkeit der Gemeinde Oststeinbek bewahren helfen.

Angesichts der Tatsache, dass die ebenfalls (noch) eigenständigen „Hinterland“ – Städte Glinde und Reinbek das gleiche wie Oststeinbek tun, nämlich mit Wohngebiet auf Wohngebiet, mit Gewerbegebiet auf Gewerbegebiet große Flächen von Naturlandschaften zu verbrauchen, entsteht ein stadtähnliches Konglomerat, das eines Tages in einem wenig strukturierten „Osterstedt“ zu enden droht. Ein abgestimmtes Handeln der südstormarnschen Kommunen miteinander wäre zum Erhalt kultureller Eigenarten wünschenswert.

Karlheinz Schmidt

Kirche, Kultur und Sport               zurück